Besondere Verdienste

Besondere Verdienste

Besondere Verdienste um den Boogie Woogie – Eric Romann

Das erste Mal, dass ich unserem Preisträger begegnete, war anno 2006 in England, auf dem Fomag-Festival von Julian Phillips und Jo O’Connell, und ab dem Moment des Kennenlernens empfand ich eine besondere Sympathie für diesen Mann, der neben seiner positiven Ausstrahlung offensichtlich zudem in keiner Sekunde ein Problem damit hatte, zwischen den Sprachen Französisch, Englisch und Deutsch ohne erkennbares Nachdenken wechseln zu können. Wow. Seine unglaubliche Hilfsbereitschaft allen Musikern und Gästen gegenüber konnte ich in den folgenden Jahrzehnten immer wieder bewundern und jede Person, die ihn kennt, spricht in den höchsten Tönen von ihm und ist immer wieder mit großer Freude erfüllt, unseren Laureaten persönlich zu treffen.

Seine tiefe Liebe zum Boogie Woogie erwuchs dem gebürtigen Schweizer bereits in jungen Jahren in ihm, zudem prägten ihn aber auch die Mitarbeit im väterlichen Unternehmen der Asbesttechnik, die Freude an der Gärtnerei, sein Bezug zu Hunden und, keineswegs zu vergessen, seine Fähigkeiten als Innendekorateur, zu bewundern unter anderem in einem gewissen Schweizer Berghotel, in welchem er den Zimmern zudem sehr charmante Namen wie z. B. „Rennzimmer“ oder „Liebeszimmer“ gab. Nun ja, möglicherweise haben ihn sein damaliges Fahrzeug, ein Jaguar, und, ganz wunderbar, seine 4 Töchter zu diesen Namen inspiriert.

Eine der Töchter wurde sogar in England geboren, dort hat unser Preisträger einige Zeit gearbeitet, aber auch in Belgien und den USA war er tätig.

Kommen wir zurück zum Boogie Woogie und zu jenem Berghotel in der Schweiz, in welchem übrigens lange Zeit ein Flügel stand, welchen sicherlich viele Musikerinnen und Musiker noch gut in Erinnerung haben.

Natürlich spreche ich vom „Berghaus Oberbölchen“ in Eptingen und sicherlich kennen sehr viele von Ihnen die legendäre Reihe „Boogie on the hill“, welche am 10. Oktober 2003 mit einem Konzert von Silvan Zingg startete und die über 2 Jahrzehnte ein fester und wichtiger Bestandteil der Boogie-Woogie-Szene war und für die man immer noch und immer wieder lobende Worte und Respekt für seine stets feine Auswahl authentischer Künstlerinnen und Künstler findet.

Eine große Freude war es stets, wenn sich unser Preisträger bei den Konzerten am Piano oder mit dem Akkordeon dazugesellte und mit großem Vergnügen mitspielte, was für alle Beteiligten immer ein herzerwärmender Spaß war und auch heute noch ist, wenn er dem einen oder anderen Festival, wie zum Beispiel in Laroquebrou, seine Ehre erweist. An dieser Stelle möchten wir an seine lange Freundschaft zum unvergessenen Jean-Paul Amouroux erinnern.

Bevor ich Ihnen nun auch den Namen unseres Laureaten verrate, erlauben Sie mir bitte noch kurz den Hinweis, da ich gerade das Instrument Akkordeon erwähnte, dass er möglicherweise der einzige Musiker ist, dessen „Handorgel“ während einer Veranstaltung mit einem Hundehalsband als Zurrgut um seinen Nacken befestigt werden musste. Näheres kann er Ihnen, so denke ich, gerne und mit seinem erfrischenden Schalk selbst erzählen.

Es ist uns eine große Freude, ihn heute um seine „Besonderen Verdienste um den Boogie Woogie“ ehren zu dürfen – sehr geehrte Damen und Herren,

ERIC ROMANN!

Laudatio gehalten von Thomas Aufermann